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Integrationsprojekt ARENA endet – Erfolge überdauern

Was braucht es, um in einem neuen Land, einer neuen Kultur, einer neuen Umgebung anzukommen? Das Projekt  ARENA – Motivation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur sportlichen Betätigung hat hierfür über drei Jahre hinweg vielschichtige Antworten geliefert. „Die Herausforderung ist, die Kinder in Gesellschaft zu bringen und zu vermeiden, dass sie sich in der heimischen Blase isolieren“, beschreibt Projektleiterin Graziela Hennig eine Kernbotschaft des Vorhabens.

Sie selbst kam vor vielen Jahren mit einem damals 9-jährigen Kind nach Deutschland und kann daher aus eigener Erfahrung nachempfinden, wie es derzeit vielen Menschen und Familien hierzulande geht. Das ARENA-Projekt, welches sie leitete, brachte die Projektteilnehmer deshalb kontinuierlich in außerschulischen Bildungsangeboten unter und belohnte regelmäßige Teilnahme. Der Grundgedanke ist der selbe wie im Sportverein: Nur, wer regelmäßig trainiert, wird eine substanzielle Verbesserung spüren. So haben Kinder und Jugendliche gebastelt, geforscht, sich kreativ ausprobiert und manchmal auch einfach „nur“ gespielt. Wer besonders fleißig war, durfte exklusiv Sportveranstaltungen besuchen oder inspirierende Persönlichkeiten des Sports treffen – einerseits als Belohnung, andererseits aber auch als Ansporn, weiterzumachen.

So waren bei der Projekt-Abschlussveranstaltung vergangene Woche auch zwei Workshop- bzw. Arbeitsgemeinschaftsleiterinnen des Projektes vor Ort, die mit viel Herzblut den jungen Menschen dabei halfen, traumatische Kriegserfahrungen (Kunsttherapie-Workshop) zu verarbeiten oder Programmierinteresse und -talent zu verstetigen (Robotik-AG). Je ein Teilnehmer kam dann auch noch zu Wort und erläuterte das angefertigte Bild bzw. demonstrierte den selbst programmierten Roboter, der in Schlangenform daherkam und die passenden Bewegungen des Tieres überzeugend imitieren konnte.

Die Elternarbeit – etwa über Informationsveranstaltungen oder gemeinsame Frühstücke für den Austausch zu aktuellen Themen – als zweite wesentliche Säule runden den Erfolg des ARENA-Projektes ab. Aus ihm geht eine gewachsene Gemeinschaft selbstbewusst gewordener junger Menschen und Eltern hervor, die ihre (mindestens zeitweilige) Wahlheimat besser verstehen und diese aktiv gestalten können – auch nach dem Projektende am 31. Dezember dieses Jahres.


Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.