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Interkulturelle Wochen bei solaris: Kulinarisch, emotional, informativ

Am Sonntag enden die Interkulturellen Wochen in Chemnitz. solaris FZU blickt bereits jetzt auf ein vielfältiges Programmangebot mit emotionalen Momenten, originellen kulinarischen Eindrücken und nützlich-informativem Austausch zurück.

Schon am Eröffnungstag auf dem Marktplatz präsentierte sich das Projekt  B28 Stadtteilmütter einem breiten Publikum mit seinen Projektinhalten und -angeboten. In der vergangenen Woche rückte dann das  Kinder- und Jugendhaus solaris-TREFF mit einer eigenen  Plakatausstellung das Thema "Kinderbetreuung in Europa und darüber hinaus" in den Fokus. 

Am Dienstag galt es, beim Mitmach-Quiz "Kulturdetektiv" im  Mehrgenerationenhaus Chemnitz (MGH) Wissen zu anderen Ländern bzw. Kulturen - etwa der Ukraine oder Spanien - unter Beweis zu stellen. Am Mittwoch wurden beim kulinarischen Nachmittag der Balkanländer in der Küche des MGH Chemnitz türkische Baklava, albanische Hallva und Kadayif - eine in vielen Balkanländern beliebte Spezialität - hergestellt und verköstigt (Bilder 1 und 2).

Der Donnerstag wurde dann von den Freiwilligen des  Europäischen Solidaritätskorps (ESK) gestaltet, die über das Programm an sich sowie ihre persönlichen Erlebnisse während ihrer Zeit bei solaris FZU in Deutschland berichteten und zum gemeinsamen Austausch, Malen und Naschen einluden (Bilder 3 und 4).

Letztes Programmhighlight war die gestrige Gesprächsrunde zum Thema "Frau im Krieg. Frau und Krieg. Stimmen des Widerstands" im MGH Chemnitz. Moderiert von Etelka Kobuß, Migrationsbeauftragte der Stadt Chemnitz, und Graziela Hennig, Koordinatorin Internationale Projekte/Migration/ESK bei solaris FZU, berichteten zahlreiche Frauen von ihren Erfahrungen mit Krieg und Flucht als Kind, Jugendliche, Erwachsene und Mutter. Hier wurde es vielfach emotional und es gab wechselseitige spontane Gesten des Mitgefühls und der Solidarität.

Wieviel schon kleine Gesten bewirken können, zeigte etwa der Erfahrungsbericht von Vjosa Cerkin, die im Kosovo geboren wurde und im Alter von 5 Jahren mit ihrer Familie vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Deutschland geflohen war. "Bei unserer Ankunft bekam ich einen Teddy-Bär von Einheimischen geschenkt. Das hat mir signalisiert 'Du bist willkommen'. Diesen Teddy-Bär trage ich noch heute, 26 Jahre später, als kraftspendendes Andenken an dieses Erlebnis und Gefühl mit mir. Danke Deutschland!" (Bild 5).


Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.