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Auf den Spuren von Sherlock Holmes

Was macht einen guten Detektiv aus und wie geht er vor? Eine Gruppe Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren wollte das genauer wissen und hatte sich für das Sommerferienprogramm "Detektivgeschichten" des Kinder- und Jugendhauses solaris-TREFF angemeldet.

Am ersten der insgesamt vier Tage ermittelte zunächst jeder seine eigenen detektivischen Fähigkeiten bei Tests auf Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn sowie ersten Experimenten mit Fingerabdrücken und Spurensuche. Mit dem Lohn - dem eigenen Detektivausweis - konnte Tag zwei kommen. Ratekrimis, Rätsel und Fotosafari mit Spurensuche regten die Fantasie und das detektivische Denken der Spürnasen an.

Das gemeinsame Lesen eines Kinderkrimis im Leseclub am dritten Tag bildete den Abschluss der "Lernphase", bevor die Kinder selbst aktiv werden konnten und den vierten Tag vorbereiten - ihren eigenen Krimi als sogenannten Stop-Motion-Film drehen. Dieses Format ist letztlich eine Art digitales Daumenkino: Mit Hilfe eines Tablets werden sehr viele einzelne Aufnahmen mit jeweils minimalen Veränderungen hintereinander gemacht - durch das flüssige Abspielen entsteht der Eindruck eines Videos.

Um sich mit dem Prinzip besser vertraut zu machen, bastelten die Kinder zunächst ein analoges Daumenkino. Danach ging es ans Eingemachte: Die Geschichte für den Film wurde festgelegt und die Figuren und "Kulissen" in mühevoller Kleinarbeit selbst angefertigt, damit nach und nach Bild um Bild aufgenommen werden konnte.

Das gestaltete sich dann doch aufwändiger als erwartet, sodass die Fertigstellung des Films auf die Herbstferien verschoben wurde. Dann werden wir auflösen, worum es im Krimi geht, den sich die Kinder ausgedacht haben. Alle waren sich einig, dass der Leseclub und das media.lab im  Kinder- und Jugendhaus solaris-TREFF auch in der Zwischenzeit Orte sein werden, an denen sie sich in Zukunft häufiger treffen wollen.