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Simpel, aber nicht banal: Projekt "Comic" in der "KuFa" abgeschlossen

Schon ein Blatt Papier und ein Stift reichen, um ein Comic zeichnen zu können. Oder einen Comic? Der Duden erlaubt Beides. "Es braucht also nicht immer Farbe oder gar digitale Animationen - das ist gerade heute nicht mehr selbstverständlich, besonders für viele junge Menschen", betonte Ute Schmieder, Leiterin der  Chemnitzer Kunstfabrik, auf der Abschlussveranstaltung des Projektes "Comic" Mitte Dezember in der "KuFa". Der Vorteil: Viel niedrigschwelliger kann der Zugang zu einer Technik nicht sein. "Schon zwei Bilder sind eine Geschichte" sei das Credo von Kursleiterin Veronica Seidel, und auf einem Blatt Papier ließen sich ja problemlos mehrere Bilder darstellen.

Das war dann auch in der Ausstellung der Werke, die im Rahmen des Projektes entstanden waren, vielfältig erkennbar. Das gut 10-monatige Vorhaben richtete sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren, die sich am Comiczeichnen versuchen wollten. Nicht nur in der Chemnitzer Kunstfabrik selbst, sondern auch in der Janusz-Korczak-Schule Chemnitz entstanden zahlreiche Werke. Dass die Kooperation seit Jahren so produktiv verlaufe, sei einigen "Verbindungslehrerinnen" zu verdanken, so Schmieder. Zwei Vertreterinnen der Schule waren bei der Abschlusspräsentation anwesend.

Die Ausstellung gab auch Einblicke in die Aufgaben und Schaffensprozesse. Mal ging es darum, ein Blatt in gestaltbare Flächen zu unterteilen, mal wurde ein Werk in der Gruppe erstellt, wobei erst einer eine Fläche gestaltet und diese anschließend umknickt, damit der Nächste weiterzeichnen kann, ohne den Anfang des Werkes zu kennen. So konnten sich auch Menschen ohne Vorkenntnisse langsam und ungehemmt an die Technik herantasten.

Das Projekt "Comic" bildete die direkte Fortsetzung von "Farbklang" und ist auch im kommenden Jahr zur Weiterverfolgung angedacht.
 

Das Projekt „Comic“ wird im Programm „Künste öffnen Welten“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) gefördert. Die BKJ ist Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“.