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Sojus-Apollo-Handschlag im Kosmonautenzentrum

Heute vor 50 Jahren, am 17. Juli 1975 kam es zur ersten Ost-West-Kopplung zwischen den Raumschiffen Sojus 19 und Apollo 18 und infolgedessen zu einer zeitlosen Geste mit großer Symbolik als sich die beiden Kommandanten der Raumschiffe, Kosmonaut Alexej Leonow und Astronaut Tom Stafford, die Hand reichten.

Unser Bild zeigt das Apollo-Raumschiff mit dreiköpfiger Besatzung auf der Suche nach der Sojus und ist übrigens nicht weniger als eine Zeichnung von Alexej Leonow, welcher offensichtlich auch als Karikaturist begabt war. Die Mission war gemeinsam fünf Jahre lang vorbereitet worden. Auf der Erde erfolgten die Starts am 15. Juli und Landungen am 21. (Sojus) bzw. 24. Juli (Apollo) jeweils getrennt in der Sowjetunion und in den USA. Dazwischen lagen aufregende Tage im All mit Grüßen der Staatschefs Breschnew und Ford, geführten TV-Touren durch das jeweils andere Raumschiff, vier Transfers der Besatzungen sowie gemeinsamen wissenschaftlichen Experimenten, einer zweite Kopplung und vielem mehr, das Raumfahrtgeschichte schrieb

In Chemnitz wird im  Kosmonautenzentrum „Sigmund Jähn“ an wichtige Stationen der Geschichte der Raumfahrt mit einem Lichtkasten-Rundgang erinnert. Das aktuelle Jubiläum beleuchtet übrigens Kasten Nr. 6 und wird bei einer Führung von Kindern für Kinder ebenso erklärt wie der Fortgang der Geschichte mit der Kopplung der Raumfähre Atlantis an die Raumstation MIR vor 30 Jahren und der seit 25 Jahren dauerhaft von internationalen Raumfahrern bewohnten Raumstation ISS, wo heute im All gemeinsam gefeiert wird. Wir freuen uns auf euren irdischen Besuch im Kosmonautenzentrum!