Unter anderem diesen Fragen widmete sich das 13-monatige Erasmus+-Projekt Digital Media Literacy for Cultural Event Organizers (COOL), welches von der Europäischen Union gefördert wurde. In Trägerschaft von solaris FZU bündelte das Vorhaben die Aktivitäten von 20 Kulturschaffenden aus Italien und Deutschland, um die Medienkompetenz der Zielgruppe - Fachkräfte aus den Bereichen Soziales und Kultur - zu steigern und sie zu befähigen, mehr Sichtbarkeit für ihre Angebote zu schaffen.
Die Höhepunkt-Veranstaltung "Digital Media Showcase" gab am vergangenen Donnerstag Einblick in die erzielten Ergebnisse. So gab eine deutsche Projektteilnehmerin ein Fallbeispiel, indem sie ein selbst gedrehtes "Hinter-den-Kulissen-Video" zur Vorbereitung auf Sinfonie-Konzerte der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz vorstellte. Die Studienreise nach Perugia im Rahmen des Projektes Ende Mai 2025 habe sie dazu inspiriert. Außerdem bereicherte sie die Veranstaltung mit einer Kostprobe ihrer Fähigkeiten am Instrument.
Eine weitere Teilnehmerin sensibilisierte die Gruppe für die Bedeutung von bewegten Bildern im Marketing und des "Drumherum" - die Videos selbst seien nur die halbe Miete. Es komme auch auf die richtige Verbreitung, den passenden Kontext und viele weitere Bedingungen an.
Die Medien-Unternehmerin Dr. Sylva-Michèle Sternkopf, selbst Autorin eines Buches zu "magischem Marketing", ermunterte die Projektgruppe, auch "unperfekte" Resultate zu veröffentlichen. "Das wirkt menschlich, das seid ihr, das ist nichts 'Glattgebügeltes' von der Stange. Solche authentischen Werke berühren die Menschen mehr als das Fehlerlose, das so weit weg erscheint." So wie das Video-Statement einer weiteren Projektteilnehmerin, die ihre eigene Migrationsgeschichte nach Deutschland emotional in bewegten Bildern aufarbeitete und aus eigener Erfahrung Tipps für eine erfolgreiche Integration gab, wobei sie selbst auch eine Phase von Fehlern und Scheitern zu überwinden hatte.
Die Leiterin der anwesenden italienischen Projektgruppe hob hervor, dass nicht nur das Wissen, welches digitale Werkzeug sich für die Erstellung welches Medienproduktes optimal eignet, wichtig ist, sondern erst die gelungene Kombination dieser vielfältigen Bausteine die optimale Wirkung des Endergebnisses ausmache. Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden veröffentlicht, um eine möglichst großen Menge der Zielgruppe teilhaben zu lassen und den so wichtigen Lebensbereichen Kultur und Soziales zur nötigen Sichtbarkeit ihrer Angebote zu verhelfen.








