Schule und Ausbildung

JUSTiQ - Jugend stärken im Quartier

Das Modellprogramm unterstützt sozial benachteiligte junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren im Sinne des § 13 Abs. 1 SGB VIII.

Das Teilprojekt "AKLA? Alles klar!" fördert junge Menschen in Chemnitz mit Problemen beim Übergang von Schule zur Ausbildung bzw. zum Beruf durch sozialpädagogische Einzelfallhilfe. Dabei sind die Ziele, individuelle Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung, Arbeit und selbständige Lebensführung zu überwinden und eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen.

Jährlich werden zusätzlich gruppenbezogene Mikroprojekte realisiert, die der Entwicklung der Jugendlichen sowie der Aufwertung des Quartiers dienen. Netzwerkarbeit, z. B. mit Schulen oder dem Quartiersmanagement, ist dabei ein wichtiger Bestandteil.

Die solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen führt dieses Vorhaben der Jugendsozialarbeit in Förderphase I (2015-2018) und in Förderphase II (2019-2022) in Kooperation mit dem Projektträger Stadt Chemnitz, Amt für Jugend und Familie, und anderen freien Trägern der Jugendhilfe durch.

Wir arbeiten im Projektgebiet Chemnitz-Süd (Stadtteile Kappel, Helbersdorf, Markersdorf, Morgenleite, Hutholz) am Projektstandort Mehrgenerationenhaus Chemnitz. Ab 2019 sind wir außerdem im Stadtteil Schloßchemnitz vom Projektstandort Erlebnispädagogisches Zentrum im Küchwald aus aktiv.

Das Modellprogramm JUSTiQ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie den Europäischen Sozialfonds für Deutschland und die Europäische Union gefördert.

Förderphase II (2019-2022)

Von 2019 bis Mitte 2022 unterstützt das Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" 162 Kommunen dabei, Angebote für junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf am Übergang von der Schule in den Beruf zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Projektförderungen liegt in den Gebieten des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" und vergleichbaren Regionen. Die öffentliche Jugendhilfe steuert und koordiniert die Angebote. Sie arbeitet dabei eng mit freien Jugendhilfeträgern, Jobcentern, Agenturen für Arbeit, Schulen, Quartiersmanagements und weiteren Kooperationspartnern zusammen.

Damit geht das Programm bereits in die zweite Förderrunde. In der ersten Förderrunde von 2015 bis 2018 wurden Vorhaben in 175 Kommunen realisiert, 55.000 junge Menschen nahmen an Projekten teil.

Jungen Menschen eine Perspektive bieten

"JUGEND STÄRKEN im Quartier" will junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren erreichen, denen Zukunftsperspektiven fehlen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht zur Schule gehen oder Arbeitsmarktmaßnahmen abgebrochen haben, sollen angesprochen werden.

Dafür kombiniert verschiedene sozialpädagogische Angebote, die entsprechend der Bedarfslage der Zielgruppen in der Kommune passgenau ausgestaltet werden können:

  • Case Management (intensive sozialpädagogische Einzelfallarbeit)
  • Aufsuchende Jugendsozialarbeit (zum Beispiel Streetwork oder Mobile Beratung)
  • Niedrigschwellige Beratung/Clearing (zum Beispiel Anlaufstellen mit Lotsenfunktion, in denen Jugendliche eine Erstberatung erhalten)
  • Mikroprojekte mit Mehrwert für das Quartier und dessen Bewohner und Bewohnerinnen (zum Beispiel Anlegen eines Trimm-Dich-Pfades, Organisation eines Stadtteilfestes)

Jugendsozialarbeit vor Ort stärken

Mit "JUGEND STÄRKEN im Quartier" bündeln das Bundesjugendministerium und das Bundesinnenministerium erstmals Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) in einem gemeinsamen Programm. Der Bund beteiligt sich mit jährlich rund 24,8 Millionen Euro aus dem ESF und 1,1 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Dadurch wird die kommunale Jugendsozialarbeit vor Ort entscheidend gestärkt.

"JUGEND STÄRKEN im Quartier" ist Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN. Mit der Initiative setzt sich das Bundesjugendministerium deutschlandweit für eine bessere soziale, schulische und berufliche Integration junger Menschen mit schlechten Startchancen ein.

Mikroprojekt 2019: Gemeinsam stärker – Fähigkeitsentwicklung durch kooperative Praxis

Mikroprojekte der Förderphase I (2015-2018)

Projektträger - Koordination

Stadt Chemnitz
Amt für Jugend und Familie
Bahnhofstraße 53 • 09111 Chemnitz


Ralf Becker
Mehrgenerationenhaus Chemnitz
Irkutsker Straße 15, 09119 Chemnitz
+49 371 - 23 03 73
+49 371 - 236 26 65

Teresa Weiß,
Angela Brückner
Erlebnispädagogisches Zentrum
Küchwaldring 20, 09113 Chemnitz
+49 371 - 330 06 21
+49 371 - 336 07 21