Projektarchiv

JUSTiQ – erfolgreiches Vorhaben endet

Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN bündelt das Bundesjugendministerium Programme, die junge Menschen mit schlechteren Startchancen bei der Integration in Schule, Beruf und Gesellschaft unterstützen. Am 30. Juni 2022 ist das ESF-Projekt „JUGEND STÄRKEN im Quartier (JUSTiQ)“ in der Modellkommune Stadt Chemnitz zu Ende gegangen.

Die solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen war in beiden Förderphasen von 2015 – 2018 und 2019 – 2022 als Teilprojektträger des durch das Jugendamt der Stadt Chemnitz koordinierten Projekts aktiv dabei und erfolgreich. An den Projektstandorten  Mehrgenerationenhaus Chemnitz für die Stadtteile im Chemnitzer Süden und  Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn" für Schloßchemnitz, aber auch darüber hinaus konnten hunderte junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren von dem Modellprogramm in Chemnitz profitieren.

Während des Vorhabens wurde die Jugendsozialarbeit vor Ort an den Schnittstellen zu Schule und Ausbildung entscheidend gestärkt. Dafür möchten wir uns gemeinsam mit dem Fördermittelgeber an dieser Stelle bei allen unseren in JUSTiQ tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Partnern im Projekt sehr bedanken.

Geht es weiter? JUSTiQ wird in Chemnitz leider nicht verstetigt. Dennoch gibt es ein bundesweites Folgeprogramm, dass eine spezifische  Zielgruppe im Fokus hat. Das neue ESF Plus - Programm „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit (JUSTBEst)“ unterstützt Kommunen dabei, Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene, die zu einer eigenständigen Lebensführung noch nicht in der Lage sind und bzw. oder weil sie von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind. Im Rahmen der Förderung sollen junge Menschen, die die stationäre Jugendhilfe verlassen (sogenannte „Care Leaver“) ressourcenorientiert und effizient zu einer eigenständigen Lebensführung befähigt und bzw. oder in stabilen Wohnverhältnissen untergebracht werden. Mehr dazu erfahren Sie  hier.

Hintergrund zum Projekt "JUSTiQ - Jugend stärken im Quartier"

"JUGEND STÄRKEN im Quartier" unterstützte sozial benachteiligte junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren im Sinne des § 13 Abs. 1 SGB VIII.

Das Modellprogramm wurde konzipiert für junge Menschen, denen Zukunftsperspektiven fehlen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht zur Schule gehen oder Arbeitsmarktmaßnahmen abgebrochen haben, sollten angesprochen werden. Die solaris FZU gGmbH Sachsen führte dieses Vorhaben der Jugendsozialarbeit in Kooperation mit dem Projektträger Stadt Chemnitz, Amt für Jugend und Familie und anderen freien Trägern der Jugendhilfe in beiden Förderphasen (2015-2018 und 2019-2022) durch. In der ersten Förderrunde von 2015 bis 2018 wurden Vorhaben in 175 Kommunen realisiert, 55.000 junge Menschen nahmen an Projekten teil.

Wir arbeiteten im Projektgebiet Chemnitz-Süd (Stadtteile Kappel, Helbersdorf, Markersdorf, Morgenleite, Hutholz) am Projektstandort Mehrgenerationenhaus Chemnitz. Seit 2019 waren wir außerdem im Stadtteil Schloßchemnitz vom Projektstandort Erlebnispädagogisches Zentrum im Küchwald aus aktiv.

Förderphase II (2019-2022) - Aktiv für Chemnitz

Von 2019 bis Mitte 2022 unterstützte das Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" 162 Kommunen dabei, Angebote für junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf am Übergang von der Schule in den Beruf zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Projektförderungen lag in den Gebieten des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" und vergleichbaren Regionen. Die öffentliche Jugendhilfe steuerte und koordinierte die Angebote. Sie arbeitete dabei eng mit freien Jugendhilfeträgern, Jobcentern, Agenturen für Arbeit, Schulen, Quartiersmanagements und weiteren Kooperationspartnern zusammen.

Das Teilprojekt "JUSTiQ II – Aktiv für Chemnitz" förderte junge Menschen in Chemnitz mit Problemen beim Übergang von Schule zur Ausbildung bzw. zum Beruf und damit verbundenen sozialen Problemlagen durch sozialpädagogische Einzelfallhilfen. Dabei waren die Ziele, individuelle Hürden auf dem Weg Richtung Ausbildung, Arbeit und selbständige Lebensführung zu überwinden und eine schulische, berufliche und soziale Integration zu ermöglichen.

Jährlich wurden zusätzlich gruppenbezogene Mikroprojekte realisiert, die der Entwicklung der Jugendlichen, ihrer Bindung im Quartier und dessen Aufwertung dienen. Netzwerkarbeit, z. B. mit Schulen oder dem Quartiersmanagement, war dabei ein wichtiger Bestandteil. Das Projekt kombinierte verschiedene sozialpädagogische Angebote, die entsprechend der Bedarfslage der Zielgruppen in der Kommune passgenau ausgestaltet werden können.

Mit "JUGEND STÄRKEN im Quartier" bündelten das „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ (BMFSFJ) sowie das „Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat“ (BMI) erstmals Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 24,8 Millionen Euro mit Mitteln des Bundes, in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

"JUGEND STÄRKEN im Quartier" ist Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN. Mit der Initiative setzt sich das Bundesjugendministerium deutschlandweit für eine bessere soziale, schulische und berufliche Integration junger Menschen mit schlechten Startchancen ein. Das Modellprogramm JUSTiQ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie den Europäischen Sozialfonds für Deutschland und die Europäische Union gefördert.

Mikroprojekte der Förderphase II (2019 - 2022)

Mikroprojekte der Förderphase I (2015-2018)

Projektträger - Koordination

Stadt Chemnitz
Amt für Jugend und Familie
Bahnhofstraße 53 • 09111 Chemnitz