Ein häufiges Phänomen in alternden Gesellschaften ist zunehmende Einsamkeit. Damit in Zusammenhang steht die Frage, wie sich der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Altersgruppen erhalten lässt. Eine Antwort könnten Mehrgenerationenhäuser (MGH) sein. Aus Interesse an dem Konzept besucht Prof. Dr. Asuka Yamada von der Tokyo Denki University seit drei Jahren in Begleitung einer Forschungsgruppe derartige Häuser und vergleichbare Einrichtungen. Gestern machte sie im MGH Chemnitz Station.
Die Gruppe interessierte sich jedoch nicht nur für die sozialen Aspekte des Hauses – sie bestand u.a. aus Architekten, Städteplanern und ehemaligen Bürgermeistern. Somit waren auch die Bausubstanz des Gebäudes, die bauliche Eingliederung in den Stadtteil, architektonische Eigenheiten wie DDR-typische Plattenbauten oder auch Träger- und Finanzierungsstrukturen von Bedeutung.
Für besondere Momente sorgte ein Rundgang zum Kennenlernen der Angebote des MGH Chemnitz wie etwa „Flotte Nadeln – schöne Maschen“, der Bibliothek (beide Bild 2), der Sportkurse, in die die Gäste aus dem fernen Osten spontan mit einbezogen wurden (Bild 3) oder auch der Nutz- und Naschgarten im Archebeet (Bild 4).
Am Ende standen ein erkenntnisreicher Austausch zum wechselseitigen Vorteil, ein spannender Vergleich der Kulturen und neue Kontakte für vereinte Anstrengungen im Kampf gegen ähnliche Herausforderungen, die optimistisch in die Zukunft blicken lassen.
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