Chemnitzer Kunstfabrik
Die Chemnitzer Kunstfabrik - kurz: „KuFa“ - wurde 1991 von den Malern und Pädagogen Ute Schmieder und Wolf (Oskar) Seese gegründet.
Im Jahr 2005 übergab das Jugendamt der Stadt Chemnitz die Chemnitzer Kunstfabrik in die Trägerschaft der solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen. Der damit verbundene Standortwechsel von Chemnitz-Glösa in die Neefstraße 82 im solaris Technologie- und Gewerbepark in Chemnitz-Kappel brachte Synergieeffekte mit weiteren Einrichtungen von solaris FZU. In repräsentativen, fabrikartigen Räumen setzte die Chemnitzer Kunstfabrik ihr einzigartiges Wirken in den folgenden zwei Jahrzehnten fort.
Die Besucher der Chemnitzer Kunstfabrik haben die Möglichkeit, komplett ausgerüstete Werkstatt-Räume zu nutzen, und hier ihre Fähigkeiten und Interessen auszubauen. Vom freien Experimentieren mit gestellten Materialien bis zur Teilnahme an Projektarbeiten unter Leitung von geschulten Fachkräften und Pädagogen – es steht ein umfassendes Angebot zur Entwicklung und Ausschöpfung des kreativen Potenzials zur Verfügung. Die Chemnitzer Kunstfabrik als informeller Bildungsakteur vermittelt umfassende Lebenskompetenzen, welche ganz im Sinne eines klassischen humanistischen Bildungsbegriffes kulturelle mit politischer, sozialer, gesundheitlicher und ökologischer Bildung zusammenfasst - das Ideal einer sozialen Kunst. Für junge Menschen mit und ohne Behinderungen vermittelt die Chemnitzer Kunstfabrik vor allem Formen des selbstständigen, handlungsorientierten, individuellen und kooperativen aktiv-praktischen Lernens.
Im Sommer 2026 lief der Mietvertrag für den Standort Neefestraße 82 ohne Verlängerungsmöglichkeit aus. Pläne eines Umzugs der KuFa innerhalb des solaris Technologie- und Gewerbeparks scheiterten an zu hohen Kosten für einen Umbau alternativer Räumlichkeiten. Auch eine von solaris FZU in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Chemnitz für die KuFa ins Leben gerufene Crowdfunding-Aktion vermochte es dabei leider nicht, auf dem Wege des stadtgesellschaftlichen Engagements hinreichend Spendengelder für einen solchen Umzug in Kappel einzuwerben.
Um die KuFa dennoch nicht schließen zu müssen, einigten sich solaris FZU und die AWO Soziale Dienste Chemnitz und Umgebung gGmbH (AWO Chemnitz) in Eigeninitiative kooperativ auf die alternative Möglichkeit eines kurzfristigen Umzugs an einen neuen Standort, mittels Wechsel der Trägerschaft für das traditionsreichen Jugendhilfeprojektes. Nach einem positiven Votum des Chemnitzer Jugendhilfeausschusses als jugendpolitischem Entscheidungsgremium, übernahm die AWO Chemnitz den kommunal geförderten KuFa-Betrieb im Juli 2026, der seitdem am Chemnitzer Sonnenberg ein neues zu Hause im dortigen Kreativ-Hub Stadtwirtschaft in der Schüffnerstraße 1 hat.

Projekt „Spielraum“
Projekt „Figurenspieler“
Tipp: Die Ergebnisse des Projektes wurden auch in Form eines Buches veröffentlicht, sodass Sie die Arbeiten einzeln in Ruhe betrachten können: Buch zum Projekt









