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Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Zum Auftakt einer Wochentour durch den Wahlkreis Chemnitz besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Nora Seitz am Montag das  Mehrgenerationenhaus Chemnitz (MGH). Es schafft Angebote und Gelegenheiten zur Begegnung von Menschen aller Generationen: Ständig untergebracht sind hier die Jüngsten im Kinderhaus sowie ein Teil des Kinderhortes Kappelino. Angebotsbezogene bzw. regelmäßige Gäste sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im  Kinder- und Jugendhaus solaris-TREFF (KJH) sowie vorwiegend die ältere Hälfte der Bevölkerung im  Stadtteiltreff Kappel.

„Hier kommen Menschen aller Generationen zusammen, das finde ich klasse“, honoriert Seitz das einmalige Konzept des Hauses. Ein Schwerpunkt der Arbeit hier ist die Förderung des Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen. In der Bibliothek des Stadtteiltreffs entdeckt sie sogar ihr Lieblingsbuch. Für einen anderen Arbeitsbereich – Demokratie und politische Bildung – ging 2022 der Preis des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus in die Irkutsker Straße 15 nach Chemnitz.  

Wiewohl die unter dem Dach des MGH versammelten Einrichtungen bereits seit Jahrzehnten verlässliche Arbeit im Sinne eines integrativen Miteinanders im Quartier und darüber hinaus leisten, konnte sich die Bundestagsabgeordnete beim Rundgang durch das Haus vom Wandel im Laufe der Zeit überzeugen: Erst vor wenigen Jahren wurden die Räume des KJH umfassend renoviert und auch die rege genutzte Küche besteht noch kein Jahrzehnt in der jetzigen Form. Derzeit laufen Umbauarbeiten, um im Zuge der Reduktion von Kita- bei gleichzeitigem Ausbau der Hortkapazitäten die entsprechenden Voraussetzungen für die sozialpädagogische Arbeit zu schaffen. Ein Bilderrahmen mit Eindrücken ihres Vorgängers Frank Heinrich bot Anlass für den Austausch von Erinnerungen und Anekdoten.

Die jährlich rückläufigen kommunalen Mittel für die Kinder- und Jugendhilfe bringen auch das Haus als Ganzes in Bedrängnis: Wie bei einer Brücke, der ein Pfeiler wegbricht, wäre beim Wegfall eines Teils der Einrichtung das MGH insgesamt kaum zu halten. Was da alles auf dem Spiel steht, zeigte auch ein Blick in das Archebeet auf dem Gelände – einem gemeinsamen Nasch- und Nutzgarten für Menschen aller Generationen aus der Nachbarschaft. Durch die wieder aufgelebte Kooperation mit dem benachbarten BSC Rapid Chemnitz e.V. ist buchstäblich wieder mehr Bewegung in manche Angebote gekommen, die Unterstützung durch den nahe gelegenen Edeka Görner hilft beispielsweise bei der Ernährungsbildung. Über die Jahrzehnte hinweg ist ein Netzwerk zum Wohle aller entstanden.

Wir danken Frau Seitz (im Gruppenbild 3. von rechts) herzlich für ihre Zeit und ihr Interesse und freuen uns, wenn der eine oder andere Eindruck vielleicht auch in die Arbeit in Berlin einfließen kann.