Woher kommt unsere Energie für Wärme und Strom heute und morgen? Anlässlich der laufenden Sächsischen Energietage, die 2026 unter dem Motto „Neue Energien für Sachsen“ stehen, hatten die solaris Jugend- und Umweltwerkstätten vorgestern zu einem Themennachmittag "Mit neuer Energie in die Zukunft" eingeladen. Diesem Aufruf waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefolgt, sodass ein breites Publikum angesprochen wurde.
Eingangs gab Ingo Voigtländer, Geschäftsführer der solaris Verwaltungs-GmbH, einen Abriss über energetische Maßnahmen im solaris Technologie- und Gewerbepark. Das Areal war zu DDR-Zeiten Standort des ehemaligen VEB Fettchemie Karl-Marx-Stadt - einer großen Chemiefabrik u.a. zur Verarbeitung von Fetten, Ölen oder Säuren - und im Zusammenhang mit den Wiederbelebungs-Aktivitäten auf den nach der Wiedervereinigung zur Industriebrache verkommenen Flächen sogar externer Standort der Weltausstellung EXPO 2000.
Benjamin Konrad vom Umweltamt der Stadt Chemnitz informierte anschließend über entsprechende Aktivitäten im restlichen Stadtgebiet, ehe Norman Höppner von der Chemnitzer Heckert Solar GmbH tiefer in das Thema Batteriespeicherlösungen eintauchte. Nach der theoretischen Einführung konnte vor Ort die erste installierte Lösung der 2025 gegründeten Deutschen Speicherwerke GmbH besichtigt werden. "Der Strom kommt von Solaranlagen auf unseren Dächern und wird in der neuen Batterielösung zwischengespeichert. Davon werden vornehmlich der Solaristurm und die solaris Jugend- und Umweltwerkstätten gespeist. Natürlich können bedarfsweise auch benachbarte Standorte und Unternehmen versorgt werden", fasste Ingo Voigtländer das Prozedere und die Möglichkeiten zusammen. Die Lösung verfügt über eine Kapazität von bis zu 261 kWh - theoretisch ausreichend für den Betrieb von bis zu 17.000 Smartphone-Akkus, wie Carsten Diesing von Heckert Solar anschaulich erläuterte.
Bei der abschließenden Fragerunde ergaben sich rege Diskussionen: Welche Umbau- und Erweiterungsmöglichkeiten bietet die modulare Lösung? Wie ist es um die Lebensdauer des Akkus bestellt? Wieviel Automatismus steckt drin und was muss ich manuell regulieren? Die Diskussion streifte auch verwandte Themen wie den Unterschied zwischen Verbrenner- und Elektromotoren oder Balkonkraftwerke.
Die Veranstaltung lieferte spannende Impulse für die Energieversorgung der Gegenwart und Zukunft, an der schon Schülerinnen und Schüler im Rahmen etwa von Wettbewerben oder Arbeitsgemeinschaften in den solaris Jugend- und Umweltwerkstätten tüfteln – nächstmals beim solaris CUP am 13. Juni ab 11.30 Uhr im Chemnitz Center in Röhrsdorf.




