Unerlaubt angebrachte Graffiti sind im Stadtbild oft ein teures Ärgernis. Richtig eingesetzt können Sie jedoch mehr als einen künstlerischen Wert haben. Diesem Thema widmet sich das EU-geförderte Erasmus+-Projekt Analyze, Reflect, Think Smart (A.R.T.S.), in dem solaris FZU deutscher Projektpartner ist. Es zielt darauf ab, die Kompetenzen von Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit in der Nutzung von Kunst und Kultur als kreative Werkzeuge zur Förderung des kritischen Denkens, der Medienkompetenz und der digitalen Verantwortung zu stärken.
Dazu fand vor einigen Tagen ein Workshop im Alternativen Jugendzentrum Chemnitz (AJZ) statt, an dem die von solaris FZU ans Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium entsendete Schulsozialarbeiterin mit zehn Schülerinnen und Schülern teilnahm. Er wurde durch einen jungen Künstler fachlich angeleitet und begann mit einer theoretischen Einführung in die Geschichte und Entwicklung der Graffitikunst, welche anschaulich durch eine Präsentation vermittelt wurde. Im Anschluss erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, das erworbene Wissen praktisch umzusetzen und eigene kreative Arbeiten zu gestalten.
Unter fachkundiger Anleitung konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Techniken erproben und ihre individuellen Ideen künstlerisch umsetzen. Dabei entstanden vielfältige und qualitativ ansprechende Graffiti-Arbeiten, die sowohl Kreativität als auch Ausdrucksfähigkeit der Teilnehmenden widerspiegelten.
Das Angebot verband in gelungener Weise kulturelle Bildung mit praxisorientierter Projektarbeit und wurde pädagogische durch die Schulsozialarbeiterin begleitet. Neben der Förderung kreativer Kompetenzen standen insbesondere die Stärkung von Teamfähigkeit, Selbstwirksamkeit und reflektiertem Umgang mit künstlerischen Ausdrucksformen im Mittelpunkt.






