A.R.T.S. Analyze, Reflect, Think Smart
Das Projekt A.R.T.S. zielt darauf ab, die Kompetenzen von Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit in der Nutzung von Kunst und Kultur als kreative Werkzeuge zur Förderung des kritischen Denkens, der Medienkompetenz und der digitalen Verantwortung zu stärken.
Im Rahmen des Projekts wird eine innovative Methodologie entwickelt, die Kunst und kulturelle Ausdrucksformen mit modernen Ansätzen der Medienbildung verbindet. Diese soll Fachkräften praxisorientierte Instrumente an die Hand geben, um Jugendliche zu sensibilisieren und sie zu befähigen, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen sowie Manipulation und Fehlinformation zu erkennen.
Ein zentrales Anliegen von A.R.T.S ist es zudem, das Bewusstsein für die Auswirkungen sozialer Netzwerke auf das Denken, Fühlen und Handeln junger Menschen im Alter von 15 bis 18 Jahren zu schärfen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Inklusion von Jugendlichen aus schwierigen oder benachteiligten Lebensumständen, um ihre aktive gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Durch kreative Workshops, Schulungen und interaktive Lernformate möchte ARTS sowohl Fachkräfte als auch Jugendliche dazu inspirieren, Kunst als Mittel für Selbstreflexion, Dialog und sozialen Wandel zu nutzen.
Zielgruppen:
- Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit
- Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren
Aktuelles
01. - 06. Dezember 2025
In der ersten Dezemberwoche des Jahres 2025 trafen sich die Projektpartner zu einer bedeutsamen Begegnung bei solaris FZU in Chemnitz. Während der Woche verfolgte die Arbeitsgruppe eine intensive Agenda und vereinte Kreativität und Bildung unter dem Motto "Entwicklung von Werkzeugen für Fachkräfte der Jugendarbeit, um Arbeitsmethoden an die digitale Generation anzupassen".
Das Programm umfasste ausgedehnte Brainstorming-Sessions, kooperatives Arbeiten und das Beschreiten ungewöhnlicher Denkpfade. So wurden die Herausforderungen auf dem Weg zum Ziel klarer und wertvolle Einblicke geteilt, die bei der Suche nach Lösungen halfen.
Der Aufenthalt der Partner in Deutschland beinhaltete Treffen mit Schulen, Fachkräften der Sozialarbeit, Lehrkräften und weiteren Personen relevanter Bildungsbereiche, mit denen Erfahrungen und Informationen ausgetauscht wurden. Außerdem stand die Teilnahme an einem Workshop zu den Themen (Des-)Information und Propaganda auf dem Programm, der auch eine interaktive Komponente zur besseren Unterscheidung der einzelnen Begriffe und Konzepte beinhaltete. Viele der Einheiten fanden in den Einrichtungen Mehrgenerationenhaus Chemnitz, Chemnitzer Kunstfabrik, solaris Jugend- und Umweltwerkstätten von solaris FZU sowie im Deutschen SPIELEmuseum statt.
Der Zweck dieses Studienbesuches war es, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten: Die Bedürfnisse junger Menschen, von Fachkräften der Jugendabreit und Partnerorganisationen durch einen integrierten Ansatz adressieren, der Medienkompetenz, kritisches Denken und Kunst als innovative Bildungswerkzeuge kombiniert. Das fokussierte und produktive Treffen brachte viele Ergebnisse, die für die weitere Projektarbeit hilfreich sein werden.
Vor der Abreise ließen es sich die Partner aus dem Ausland nicht nehmen, noch eine Prise Weihnachtsstimmung, wie sie in dieser Zeit in hiesigen Breiten typisch ist, "einzuatmen", sodass der Aufenthalt nicht nur beruflichen, sondern auch kulturellen Wert mit sich brachte.
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19. - 23. Januar 2026
In einer Welt, die zunehmend von sozialen Netzwerken und Fake News geprägt ist, gewinnt kritisches Denken immer mehr an Bedeutung. Im Rahmen des A.R.T.S. – Projektes wurde in den letzten zwei Monaten eine umfassende internationale Analyse durchgeführt. Auf Basis von Fragebögen an 570 junge Menschen aus Rumänien, Deutschland und Norwegen entstand ein vergleichender Analysebericht, der zentrale Erkenntnisse zur Mediennutzung, Informationskompetenz und zur Rolle der Kunst liefert.
Zentrale Ergebnisse des Berichts:
Trotz hoher digitaler Nutzung (4–6 Stunden täglich) sind die Fähigkeiten zur Überprüfung von Informationen ungleich verteilt. Während Deutschland und Norwegen höhere Werte aufweisen, besteht in Rumänien besonderer Entwicklungsbedarf. Film, Musik und Literatur fördern vor allem die Kreativität (über 70 %) sowie Empathie, Reflexion und analytisches Denken (35–40 %).In Rumänien wird non-formale Bildung stark geschätzt, jedoch nehmen viele junge Menschen nur gelegentlich an entsprechenden Aktivitäten teil.
Der Bericht enthält quantitative und vergleichende Analysen, eine datenbasierte SWOT-Analyse, europäische Best-Practice-Beispiele sowie konkrete pädagogische Instrumente zur Förderung kritischen Denkens und zur Bekämpfung von Desinformation und wird bald unter der Projektseite verfügbar.
Wähend einer einwöchige Studienreise durch Oslo behandelte die Projektgruppe zentrale Themen wie die Erkennung von KI-generierten Inhalten in Kunst und Musik, der Umgang mit Fake News, die Rolle von Kulturschaffenden in einem von Desinformation geprägten Umfeld sowie der Einsatz von Kunst zur Aufarbeitung historischer Wahrheiten und zur Stärkung demokratischer Werte behandelt. Diese Inhalte bilden die Grundlage für die Entwicklung von fünf spezialisierten Instrumenten pro am Projekt teilnehmender Nation, die künftig in der Arbeit von Fachkräften der Jugendarbeit in Chemnitz, Oslo sowie online in Rumänien eingesetzt und getestet werden. Ziel ist es, bis zum Projektende insgesamt zehn finale Bildungsinstrumente aus dem entstehenden Pool auszuwählen und zu entwickeln.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entdeckten auf ihrer Reise eindrucksvolle Orte wie etwa das Munch Museum, bei dem eine exklusive Führung Einblicke hinter die Kulissen bot und zeigte, wie originale Kunstwerke des berühmten Künstlers professionell gereinigt, restaueriert und für internationale Ausstellungen vorbereitet werden. Eine Stippvisite im Frognerpark verdeutlichte, wie Kunst in Form von Skulpturen auch außerhalb klassischer Museumsräume wirken und Menschen unmittelbar ansprechen kann.
Spannend war es auch, in der groß angelegten Kunstinstallation "Roseslottet" zum Gedenken an die Besetzung Norwegens durch das nationalsozialistische Deutschland ein historisch bedeutsames Thema aus einer anderen Perspektive zu erleben. An der Musikhochschule Oslo setzte sich die Projektgruppe in Vorträgen und Workshops mit Schnittstellen von Musik und Künstlicher Intelligenz auseinander.
In einem Online-Workshop in der letzten Februar-Woche werden die bisher erarbeiteten Ansätze gestaltet und verfeinert, um sie als Projektergebnisse künftig Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung stellen zu können.
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Ansprechpartnerin:
Steckbrief
Projektname: A.R.T.S. Analyze, Reflect, Think Smart
Akronym: A.R.T.S.
Projektlaufzeit: 01.09.2025 - 31.08.2026
Projekt Identifikationsnummer: 2025-1-RO01-KA220-YOU-000366137
Projektkoordinator: Ateneul National Iasi, Rumänien
Projektpartner:
solaris FZU gGmbH Sachsen,
DAC Performance Drago SA, Oslo, Norwegen
Projektförderung: Erasmus+


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