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Jugendhilfeplanungs-Konferenz feiert Premiere im MGH Chemnitz

Am vergangenen Dienstag fand in den Räumen des Mehrgenerationenhauses Chemnitz die erste Jugendhilfeplanungskonferenz für die Modellstadtteile Kappel und Helbersdorf statt. Das Format wird vom Jugendamt durchgeführt und erlebte außerdem im Stadtteil Zentrum in der gleichen Woche seine Premiere.

Beide Sozialräume wurden auf Basis des  Jugendhilfeplans 2022- 2027 ausgewählt, um den vernetzten Aus- und Aufbau niedrigschwelliger, präventiver sowie sozialräumlicher Angebote der Jugendhilfe beispielgebend anzustoßen.

Insgesamt fanden sich etwa 30 Personen aus verschiedensten Institutionen zusammen: Neben dem Jugendamt waren ebenfalls das Sozialamt der Stadt Chemnitz, die Bürgerplattform Chemnitz-Süd, das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) sowie Vertreterinnen und Vertreter von freien Trägern verschiedener Leistungen der Einladung ins  Mehrgenerationenhaus gefolgt.

Einem kurzen Überblick über den aktuellen Jugendhilfeplan für die Jahre 2022 - 2027 folgte die Aufteilung in Arbeitsgruppen zu den Themen Stärkung der Prävention im Hinblick auf dissoziales Verhalten, Begleitung und Unterstützung des Aufwachsens und Stärkung von elterlicher Erziehungskompetenz und Strategien zur Lebensbewältigung.

Das Kinderbetreuung, Familienbildung, offene Kinder- und Jugendarbeit, Altenhilfe sowie generationenübergreifende Angebote vereinende MGH Chemnitz konnte neben seiner Gastgeberrolle ebenso konkrete Eindrücke und Bedarfe von der täglichen Basisarbeit vermitteln, Angebotslücken aufzeigen und Anregungen für konkrete Maßnahmen zur Bearbeitung der genannten Themen geben. Wie gewünscht ergaben sich zahlreiche Gelegenheiten zur Vernetzung und zum Austausch von Erfahrungen und Sichtweisen, die alle Seiten bereicherten, sodass die Jugendhilfeplanung des Jugendamts der Stadt Chemnitz zahlreiche sozialräumliche Bedarfe, Themen und Impulse sammeln konnte.

Die seit 01.04.2023 laufende Umsetzungsphase der Maßnahme versteht sich als fortlaufender Prozess mit interdisziplinärer Zusammenarbeit, dem sich ab 2025 ein Evaluierungsabschnitt anschließen soll. Das MGH Chemnitz setzt sich seit längerem für eine leistungsbereichsübergreifende, integrierte Sozialplanung ein und kann Erfahrungen aus dem Landesmodellprojekt Mehrgenerationenhäuser im Kontext integrierter kommunaler Sozialplanung (20215/16) sowie dem in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt durchgeführten solaris Modellprojekt (2017 - 2019) zurückgreifen.